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Alt-Texte formulieren

Wie und wann formuliere ich Alt-Texte?

Wofür braucht man Alt-Texte?

Alt-Texte helfen Menschen, die Bilder nicht sehen können, indem sie den Bildinhalt knapp beschreiben. So sind Webseiten und Dokumente für alle zugänglich – zum Beispiel für blinde Nutzer:innen, die einen Screenreader verwenden, um die Seite vorlesen zu lassen.

Wie formuliert man Alt-Texte am besten?

  • Halten Sie sich an die Kernaussage

    • Vermitteln Sie alle wichtigen Informationen des Bildes (bei Infografiken wird das oft viel, hier lohnt es sich die vollständigen Daten zusätzlich als Text oder Tabelle bereitzustellen)

    • Beschreiben Sie nicht jedes Detail, die Kernaussage ist entscheidend

  • Fassen Sie sich kurz

    • Vermeiden Sie Redundanz mit dem umgebenden Text

    • „So knapp wie möglich, so ausführlich wie nötig.“

    • Richtlinie 80-100 Zeichen (bei komplexen Bildern nicht immer möglich)

  • Schreiben Sie so, wie Sie es mündlich beschreiben würden

    • flüssige und natürliche Sprache

    • Keine Aneinanderreihung von Keywords (Also NICHT: „Sarah, Werkstatt, Kunde, Auto“, sondern lieber: „Sarah steht in einer Werkstatt neben einem Auto und unterhält sich mit einem Kunden.“).

    • Punkt am Ende des Satzes. Das sorgt für eine kleine Pause bei der Sprachausgabe.

    • Einführende Worte wie „Ein Bild von …“ oder „Auf diesem Bild …“ vermeiden. Die Ausgabe eines Screenreaders liest automatisch vor, dass es sich um ein Bild handelt.

  • Vermitteln Sie auch die Stimmung

    • Wenn das Bild eine bestimmte Atmosphäre, Emotion oder Stimmung vermittelt, beschreiben Sie diese.

  • Emojis, Links oder Anführungszeichen gehören nicht in den Alt-Text

Für welche Bilder braucht es Alt-Texte?

  • Best Practice ist es, nicht für jedes Bild einen Alt-Text einzufügen.

  • Kein Alt-Text bei dekorativen Bildern: Nur, wenn eine Illustration oder ein Bild eine Information hat, die über reine Dekoration hinausgeht, sollte sie einen Alt-Text erhalten (Beispiel für ein dekoratives Bild: Die Hauptperson des Lernmoduls lächelt den Lerner an, wird aber im Text nicht erwähnt.)

Checkliste für verständliche Alt-Texte

  • Relevanz prüfen: Vermittelt nur die wichtigsten Informationen.

  • Knapp formulieren: So kurz wie möglich, so lang wie nötig.

  • Sprache: fließend, natürlich, keine Keywords aneinandergereiht.

  • Stimmung & Kontext: Wichtige Emotionen oder Handlungen einbeziehen.

  • Dopplungen vermeiden: Keine Hinweise wie „Bild von …“.

  • Komplexe Grafiken: Bei Infografiken oder anderen komplexen Bildern zusätzliche Texte oder Links bereitstellen.

Quelle: https://www.kultur-b-digital.de/digitale-kultur/tipps-materialien/leitfaden-alt-texte-barrierefreiheit/

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